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Wie ist es jetzt gerade, du zu sein? Wie fühlt sich die Verbindung zwischen uns an?

Im Circling erforschen wir genau das gemeinsam.

Circling ist eine moderne Gruppen­konversations­praxis, bei der der Fokus auf dem rigorosen Hier und Jetzt liegt, bei der wir meditative Aufmerk­samkeit richten, auf das, was zwischen uns und in uns geschieht. Wir sprechen über das, und nur über das. Durch eine zutiefst ehrliche, urteils­freie, integrale Art des Zusammen­seins wird diese achtsame soziale Präsenz für den evolutionären Wandel, von dem wir oft hören, dringend benötigt. Wir brauchen Räume, in denen wir mehr verbunden, spontan und emergent sein können. Wenn du durch diese Tür gehst, ist die Wahrschein­lichkeit echter und wacher zu werden, und mehr als sonst gesehen und geliebt zu werden, sehr hoch.

In einer Art gemeinsamer Meditation kann so zu zweit, zu dritt und auch in grossen Kreisen praktiziert werden. Dabei wird die Aufmerksamkeit zunächst gezielt auf das persönliche Innenleben gerichtet. Der eigene Körper im Hier und Jetzt dient als Ausgangs- und wiederkehrender Bezugspunkt für eine Reise in die Tiefen und Untiefen menschlicher Begegnungen. Eigene Verhaltensmuster werden ebenso deutlich bewusst, wie unsere Projektionen auf Andere.

Circling gibt dir, mit Hilfe der 5 Prinzipien, einen Schlüssel an die Hand, um die Essenz und das Potenzial aller deiner Beziehungen zu erforschen und zu erkennen.

Circling ist ein dynamischer Gruppenprozess, teils Kunst, teils geschickte Moderation und teils Beziehungs-Yoga. Es ist eine einzigartige Methode, die auch eins-zu-eins durchgeführt werden kann. Obwohl es auf komplexe Ideen basiert, ist die Teilnahme einfach und macht Spass für die Menschen auf allen Ebenen der Erfahrung. Circling ist für Menschen, die mehr Erfüllung in Beziehungen und eine tiefere Erfahrung von Gemeinschaft erleben wollen.

Circling ist auch eine integrale Praxis und hochmoderne Sozialtechnologie, die die Erforschung der eigenen Gefühle und Emotionen, sowie das Verbessern des Erfassens anderer unterstützt, um so einfühlsamer und intuitiver zu werden, wie andere Menschen sich fühlen. Es kann sogar die Menschen dazu anregen, selbstverantwortlicher zu werden und mehr Führung in verschiedenen Lebensbereichen zu übernehmen. Es bietet verschiedene Möglichkeiten und Übungen, um verschiedene Führungsqualitäten zu erlernen und zu vertiefen, die es laut zahlreichen Veröffentlichungen in Zukunft benötigt.

Im Circling trainiert man achtsam zu sein, mit dem was in jedem Moment passiert, etwa durch das unmittelbare Wahrnehmen, der Verlangsamung und dem Benennen der Vorgänge und dem direkten Augenkontakt. Circling ist eine Lupe für zwischenmenschliche Dynamiken. Wir können dadurch genauer sehen, was in den Beziehungen zwischen den Menschen geschieht. Etwa welche Wirkung haben meine Worte oder mein Verhalten auf andere. Es ist ein gutes Training für Selbstkompetenz

Das Circling-Paradigma – Circling im Vergleich zu Therapie & Coaching

Circling ist explizit keine Therapie, auch wenn es immer wieder zu heilsamen und lebensverändernden Erfahrungen führen kann.

Die Grundidee der Therapie ist wie folgt: ‘Es gibt funktionierende und nicht funktionierende Aspekte im Menschen. Die nicht funktionierenden Teile müssen bearbeitet und integriert, rsp. geheilt werden, damit der Mensch ganz wird und gesunde Verbindung & Beziehung mit anderen Menschen entstehen kann.’
Die Therapie nutzt dann die verschiedensten Methoden und Techniken um mit den dysfunktionalen Teilen zu arbeiten bzw. die funktionierenden zu stärken. Therapie kann aus verschiedenen Weltsichten heraus praktiziert werden, wie zum Beispiel aus einer materialistischen (wie die Psychoanalyse), oder einer geistigen (wie die Jungsche Analytische Psychologie).

Circling bringt als Praktik eine eigene Weltsicht mit sich und stellt damit ein eigenes Paradigma dar. Im Circling gehen wir davon aus, dass Verbindung immer vorhanden ist und sowohl Individuum als auch Kollektiv bereits ganz / vollkommen (‘whole’) sind. Dadurch stellt Circling unsere Erleben in einen neuen Bezug zur Realität. Es gilt in dieser Haltung keine Aspekte von uns zu verändern oder zu heilen. Unsere authentischen Gefühle, Reaktionen und Handlungen sind Ausdruck bereits vorhandener Verbindung zu unseren Mitmenschen und zur Umwelt und führen uns – wenn authentisch verkörpert – immer tiefer in das bewusste Erleben dieser Verbundenheit.

Als Beiprodukt kann tiefe Intimität entstehen. Muster, die unseren authentischen Ausdruck limitieren können transformiert werden. Mehr Lebendigkeit und Vitalität kann in konstruktivem Ausdruck verfügbar werden. Süchte und Abhängigkeiten können weniger einnehmend und destruktiv werden. Indentifikation und Selbstbilder, die nicht mehr hilfreich sind können losgelassen werden. Wir können uns selbst direkter erleben und einen klareren Sinn für unsere Erfahrungen erschliessen. Wir können zu kreativen Mitgestalter im Leben werden.

Die geschieht wie gesagt nicht durch das Verändern von etwas, was als ‘problematisch’ betrachtet wird, sondern durch die Erfahrung der bereits vorhandenen Verbindung und Vollkommenheit, die Circling ermöglicht.

Wissen und Verständnis für zwischenmenschliche Vorgänge aus der Therapie wird im Circling  integriert und kann dabei unterstützen mehr Verständnis und Klarheit für das Erleben im Circling zu schaffen. Dabei bleibt aber jederzeit die bereits vorhandene Vollkommenheit des gegenwärtigen Moments und die daraus entstehende authentische Handlung das leitende Prinzip.

Wer leitet Circling?

Circling wird von erfahrenen Circling-Facilitators angeleitet. Unsere Facilitators sind Menschen,  die mindestens ein sechsmonatiges ‚SAS Leadership and Embodiment’ Training zum Circling-Facilitator bei Circling Europe absolviert haben und die Praktik des Circlings in ihrem Alltag integrieren und leben.
Weiteres zu unseren Facilitators findest du hier -> Circling Schweiz Facilitators

Was für Formate gibt es im Circling?

Neben Partnerübungen gibt es im Circling Triaden, kleinere Gruppen oder eine grosse Gruppe mit allen. Inhaltlich bleibt das Grundgerüst gleich: Die Teilnehmenden sind eingeladen, von Moment zu Moment ihr eigenes Erleben bewusst wahrzunehmen und anderen durch Benennen zugänglich zu machen. Dabei gibt es auch Circling ohne Worte, bei dem mit dem Körper und der Körperposition im Raum kommuniziert wird.

Eine weitere besondere Form im Circling ist das sogenannte Birthday-Circling. Dabei bekommt eine Person auf ihren Wunsch für eine bestimmte Zeit (meistens ca. 20 Minuten) die Aufmerksamkeit der anderen und dadurch Gelegenheit mit erhöhtem Fokus zu erforschen, was gerade lebendig ist. Ziel davon ist nicht, etwas zu verbessern oder zu heilen. Stattdessen sind alle eingeladen, ihre natürliche Reaktion auf die Person oder ihre Aussagen wiederum zu veröffentlichen und so authentisches Feedback zu geben.